Was ist Osteopathie?
Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin, bei der durch manuelle Techniken die Funktionsfähigkeit des Körpers wiederhergestellt wird. Ziel der Behandlung ist es, Bewegungseinschränkungen zu erkennen und osteopathisch zu behandeln. Im Unterschied zur Schulmedizin behandeln Osteopathen nicht die Symptome, sondern unterstützen die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Begründer der Osteopathie ist der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917). Sein Verständnis von Gesundheit und Krankheit, vom menschlichen Körper als ganzheitlichem System und von dem, was ihn heilen kann, bilden bis heute die Grundlagen der osteopathischen Medizin. In den USA entwickelte sich ein eigenes Berufsbild. Der Doctor of Osteopathic Medicine ist dem „normalen“ Medical Doctor gleichgestellt.
Behandlungsablauf
Eine osteopathische Behandlung dauert 45 bis 60 Minuten. Sie beginnt mit der Anamnese. Der Osteopath informiert sich über Beschwerden, medizinische Vorgeschichte sowie andere ärztliche Behandlungen und stellt eine klinische Bilanz auf: Dazu untersucht der Osteopath den Patienten manuell, berücksichtigt aber auch andere medizinische Informationen wie Röntgenbilder. Erst dann entscheidet der kompetente Osteopath, ob er den Patienten selbst behandelt oder ihn an einen Facharzt verweist.
Die Behandlung besteht nicht aus standardisierten Behandlungstechniken, sondern wird individuell auf den Körperzustand des Patienten zugeschnitten. Zur Behandlung nutzen Osteopathen eine Vielzahl manueller Techniken wie Mobilisation, Manipulation, Muskel-Energie- oder Drainage-Techniken. Invasive Techniken oder Arzneien kommen nicht zum Einsatz, der Osteopath benutzt lediglich seine Hände.